Die E-Mail kam gestern Abend. Betreff: „Akkreditierungsbestätigung Tomorrowland Winter 2026“. Und da war sie – die offizielle Zusage. Unser Team ist erneut akkreditiert und wird auch dieses Jahr live aus den französischen Alpen berichten, wenn sich das wohl eindrucksvollste Winterfestival der Welt wieder zwischen Schneegipfeln und Lasershows entfaltet.
Die Freude darüber ist riesig. Und das nicht nur, weil Tomorrowland Winter für viele von uns längst mehr ist als ein Festival. Es ist ein Ausnahmezustand im besten Sinne. Ein Ort, an dem elektronische Musik auf Schneesturm trifft, an dem Technik und Leidenschaft im Tiefschnee kollidieren, und an dem selbst der robusteste Kameraakku bei -12 Grad um Gnade bettelt.
Mit der Zusage beginnt auch der Countdown. Und wie jedes Jahr stellen sich die gleichen Fragen:
Was hat 2025 gut funktioniert? Welche Stellschrauben müssen wir neu justieren? Wie transportieren wir unser Equipment diesmal cleverer durchs Skigebiet? Welche Powerbanks taugen bei alpiner Kälte wirklich etwas? Und vor allem: Was läuft bei all diesen Vorbereitungen im Hintergrund? Musik, natürlich.
Und wer mich kennt, weiß: Hardstyle ist mein Herzschlag – keine Frage. Aber ich bin nicht auf einem Genre stehengeblieben. Ich bin offen für alles, was gut ist. Alles, was trägt, bewegt, überrascht. Gerade Tomorrowland schafft genau das: Ein Ort, an dem Trance, Techno, House, Rawstyle, Melodic und sogar ein bisschen Italo-Disco friedlich nebeneinander existieren dürfen. Ein Festival, das Vielfalt nicht nur duldet – sondern feiert.
Und dann kam heute der passende Soundtrack zur Stimmung.
Eine Mail von Tomorrowland Music – mit dem Hinweis auf einen neuen Release: Korolova & Switch Disco – „Empty Skies“, ab sofort auf allen Plattformen. Switch Disco, Korolova – Empty Skies

Was dann aus den Boxen kam, fühlte sich an wie ein Kommentar zur aktuellen Situation. Ein Track, der exakt zwischen Planungsstress, Vorfreude und leiser Aufregung andockt. Melodischer House, mit Tiefe, mit Wärme, mit genau dieser Art von Emotionalität, die dich mitten in der Nacht auf einem leeren Parkplatz nochmal aufs Play drücken lässt.
“Tell me do you lay awake at night
Praying, looking up at empty skies
Does anybody listen when you cry
I wonder if it’s only empty skies…”
Ja. Ich höre das. Und es passt. Es passt zur mentalen To-do-Liste, die nicht kleiner wird. Zur Vorstellung, wie es sein wird, dort oben zu stehen – mit kalten Fingern, aber heißem Herzen. Und zu dem Moment, in dem der Track vielleicht tatsächlich auf dem Berg läuft, während Nebel aufzieht und unten im Tal die Welt kurz stillsteht.
Tomorrowland ist nicht nur ein Festival. Es ist ein Knotenpunkt der Szene. Und Hard Events berichtet nicht nur über Hardstyle – sondern über das, was uns alle verbindet: Leidenschaft, Musik, Eskapismus, Soundästhetik. Ob 160 BPM oder melancholischer House – entscheidend ist, was hängen bleibt.
„Empty Skies“ ist für mich der erste Song 2026, der hängen bleibt. Und wenn ihr mich demnächst in Alpinjacke mit Kamera durch den Schnee robben seht – denkt dran: Wahrscheinlich läuft gerade dieser Track in meinem Kopf.