Tomorrowland Winter Vorbereitung – Die Sache mit den richtigen Schuhen

by Marcel
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Es gibt Dinge, die merkt man erst, wenn es zu spät ist. Letztes Jahr bei Tomorrowland Winter habe ich genau so eine Lektion gelernt – und zwar auf die harte Tour: an meinen Füßen.

Sieben Tage Festival.
Jeden Tag 12 bis 14 Stunden unterwegs.
Schnee, Eis, Wege zwischen den Stages, zwischendurch wieder hoch ins Dorf, dann wieder runter zur nächsten Bühne.

Und ich hatte genau an der falschen Stelle gespart: bei den Schuhen.

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Wenn jeder Schritt weh tut

Am Anfang ging es noch.
Doch irgendwann wurden aus kleinen Druckstellen echte Schmerzen. Jeder Weg zwischen den Stages wurde länger, jeder Anstieg anstrengender. Und wer schon einmal mehrere Tage Festival gemacht hat, weiß: Wenn die Füße streiken, leidet irgendwann auch die Stimmung.

Das war die Lektion:
Beim nächsten Tomorrowland Winter spare ich nicht mehr am Schuhwerk.

Schuhe kauft man nicht „mal eben“

Mein erster Gedanke war natürlich: Online bestellen.

Gesagt, getan. Schuhe bestellt, zuhause anprobiert – und direkt gemerkt: passt nicht. Also wieder zurückgeschickt.

Dann der nächste Versuch: ein Ladenbesuch.
Einfach rein, ein paar Modelle probiert. Aber irgendwie fühlte sich nichts wirklich richtig an.

Also noch einen Schritt weiter:
Ich bin extra nach Dortmund gefahren, in ein Geschäft für Outdoor- und Trekkingausrüstung.

Dort wurde ich zumindest fündig – dachte ich.

Zuhause habe ich die Schuhe dann länger getestet. Nach etwa 40 Minuten laufen und stehen war klar: wieder Druckstellen. Also zurück damit.

Der Moment mit dem richtigen Verkäufer

Beim nächsten Besuch hatte ich Glück.
Diesmal stand mir ein Verkäufer gegenüber, der das Thema wirklich ernst genommen hat.

Er hat zuerst meine Füße vermessen.

Und genau da lag das Problem:
Meine Füße sind etwas breiter als der Durchschnitt.

Viele günstigere Schuhe bestehen aus relativ steifem Kunststoffmaterial. Das gibt kaum nach. Wenn der Schuh dann nicht perfekt passt, bleibt der Druck genau dort, wo er entsteht.

Sein Tipp:
Schuhe aus Leder oder flexibleren Stoffmaterialien. Die können sich besser anpassen.

Gleichzeitig müssen sie aber:

  • warm genug sein
  • wasserdicht sein
  • stabil genug für Schnee und Eis.

Denn wenn man bei einem Winterfestival stundenlang im Schnee steht und kalte Füße bekommt, kann der Spaß ziemlich schnell vorbei sein.

Der wichtigste Test: laufen, laufen, laufen

Der Verkäufer hat mir außerdem etwas gesagt, das ich nur unterschreiben kann:

Schuhe niemals nur kurz anprobieren.

Sondern:

  • im Laden ruhig 15–20 Minuten herumlaufen
  • durch die Gänge gehen
  • stehen bleiben
  • wieder laufen.

Und wenn dabei auch nur irgendwo Druck entsteht:

Weg damit.

Denn nach 10 Stunden Festival wird dieses kleine Drücken zu einem echten Problem.

Der Test zuhause

Als ich endlich ein Paar gefunden hatte, begann der nächste Schritt: der Alltagstest.

Zu Hause eine Stunde laufen und stehen.
Ein paar Tage später ein längerer Spaziergang – einmal um die Talsperre.

Die Füße: alles gut.

Kein Druck. Keine Schmerzen.

Bereit für Tomorrowland Winter?

Ob ich wirklich bereit bin, wird sich erst zeigen, wenn wieder sieben Tage Festival anstehen.

Aber eines weiß ich jetzt schon:

Dieses Mal sind meine Füße vorbereitet.

Und wenn man bei einem Winterfestival jeden Tag 12 bis 14 Stunden unterwegs ist, kann das den Unterschied machen zwischen:

  • durchhalten
  • oder genießen.

Und genau dafür fahre ich schließlich nach Tomorrowland Winter.